Risikobudgetierung
 
Die Einteilung von Risikokategorien, deren Analyse, Messung und Kontrolle sind die zentralen Aufgaben des Risikomanagements.

Basierend auf einer ökonomischen Bewertung der Aktiven und Passiven ermitteln die Finanzrisikospezialisten, wie viel Risikokapital zur Verfügung steht und welche Risikofähigkeit
daraus für die Gruppe abgleitet werden kann. Die Limiten für das Risikokapital betreffen die eingegangenen Markt- und Kreditrisiken. Zudem gelten Einschränkungen für Fremdwährungen und für Aktien sowie ähnliche Beteiligungspapiere.

Swiss Life berücksichtigt in ihren Risikomodellen die folgenden Risikokategorien:
Marktrisiken
Das Marktrisiko entsteht durch die Schwankungen der Finanzmärkte, die den Wert der Kapitalanlagen und der Verpflichtungen beeinflussen. Zu den Risikoarten, die für Swiss Life von Bedeutung sind, zählen besonders:
  • Zinsänderungsrisiken,
  • volatile Aktienmärkte sowie
  • schwankende Wechselkurse gegenüber dem Schweizer Franken.

Swiss Life investiert in Aktienmärkte und verzichtet auf Einzeltitelselektion. Die Aktienquote nach Absicherungen (Aktienquote netto) der Gruppe lag per 31. Dezember 2007 bei 7,5%.
 
 
Kreditrisiken
Kreditrisiken treten bei Kapitalanlagen und in beschränktem Masse im Rückversicherungsbereich auf. Swiss Life versucht, das eingegangene Risiko adäquat zu entschädigen und Ausfälle - wie beispielsweise ausbleibende Zinszahlungen bei Obligationen, Darlehen oder Hypotheken - zu verhindern. Zum einen durch gruppenweite Richtlinien zur Qualität von Schuldnern, zum anderen durch das Einfordern von Garantien.

Swiss Life investiert über die Hälfte der Anlagen in Obligationen. Davon entfallen knapp 60% auf Obligationen mit AAA-Rating.
 
 
Versicherungstechnische Risiken
Im diesem Bereich gilt es sowohl biometrische Risiken (Sterblichkeit, Langlebigkeit und Invalidität) wie auch Unsicherheiten im Kundenverhalten (Rückkaufsquoten und Kapitaloptionen) zu berücksichtigen.

Die versicherungstechnischen Parameter wie Sterblichkeits-, Invaliditäts- oder Stornoraten werden aus firmeninternen Erfahrungsdaten und teilweise auch basierend auf externen Statistiken bestimmt. Diese Parameter sind die Grundlage für die Tarifierung der Produkte und die Bewertung von Versichertenbeständen.
 
 
Operationelle Risiken
Das operationelle Risiko beschreibt die Gefahr von Verlusten, die infolge von Unzulänglichkeiten oder des Versagens von internen Prozessen, Menschen und Systemen oder infolge externer Ereignisse eintreten. Mit dem operationellen Risikomanagement (ORM) in Form des internen Kontrollsystems (IKS) strebt Swiss Life die Identifikation, Beurteilung, Steuerung bzw. Minderung von operationellen Risiken an.

Basierend auf der Wertschöpfungskette und der definierten Risikotoleranz werden die entsprechenden Risiken bewusst gesteuert und kontrolliert. Ziel ist der ordnungsgemässe
Ablauf des betrieblichen Geschehens.