Asset and Liability Management
 
Ziel ist es, fällige Leistungen jederzeit bezahlen zu können und stets genügend Eigenkapital zur Deckung von Wertschwankungen zur Verfügung zu haben.

Beim langfristig ausgelegten Asset and Liability Management (ALM) werden die Erkenntnisse aus den Risikoabschätzungen als Basis für die Anlagestrategie herangezogen. Die Anlage der
  • Vermögen der Versicherungsnehmer,
  • der freien Reserven des Unternehmens sowie
  • des Eigenkapitals

erfolgt stets unter der Berücksichtigung bestimmter Kriterien bezüglich Sicherheit, Rendite und Liquidität.
Anlagen stehen mit Risikoneigung im Einklang
Swiss Life verwaltet ihre Kapitalanlagen so, dass das eingesetzte ökonomische Risikokapital mit ihrer Risikoneigung im Einklang steht. Die Verbindlichkeiten einer Versicherung lassen sich aufteilen in:
  • garantierten Teil: entspricht der garantierten Mindestverzinsung
  • nicht garantierten Teil (Überschussanteil): schwankt im Lauf der Zeit, weil die auszuschüttenden Beträge direkt von der Entwicklung der Finanzmärkte abhängen oder gesetzlich geregelt sind

Neben ökonomischen Gesichtspunkten bestimmen weitere Faktoren die Asset Allocation, etwa aufsichtsrechtliche oder internationale Rechnungslegungsvorschriften. Auch die Ausstattung mit Eigenmitteln (Solvenz), der Liquiditätsbedarf oder Anforderungen von Rating-Agenturen schränken die Anlagetätigkeiten ein.
Interessensausgleich bei Ausschüttungspolitik
Swiss Life strebt bei ihrer jährlich zu bestimmenden Ausschüttung einen Interessenausgleich zwischen den Versicherungsnehmern und den Aktionären an.
  • Versicherungsnehmer: Sie wünschen sich eine gesicherte Mindestverzinsung und regelmässige Überschüsse in angemessener Höhe.
  • Aktionäre: Sie wünschen für das von ihnen eingesetzte Eigenkapital eine angemessene Entschädigung in Form von Dividenden und Kapitalgewinnen.

Regelmässige Prüfung der Produktgestaltung
Bei der Produktgestaltung stimmt Swiss Life das Asset and Liability Management und die Ausschüttungspolitik so aufeinander ab, dass zukünftige Kapitalmarktentwicklungen die Profitabilität so wenig wie möglich beinträchtigen. Zur Einhaltung der Produktgestaltungsprinzipien wurden konzernweit Richtlinien zur Produktentwicklung eingeführt.

Swiss Life überprüft die Grundlagen der Produktgestaltung halbjährlich, die Wirtschaftlichkeit des Neugeschäfts vierteljährlich. So ist das Unternehmen in der Lage, die Verkaufsbedingungen der einzelnen Produkte an ein sich ständig änderndes Umfeld anzupassen.
Prozessmanagement zentral geführt
Swiss Life steuert den Asset-and-Liability-Management-Prozess zentral. Die Verantwortung für den konzernweiten ALM-Prozess trägt der Group Chief Financial & Risk Officer. Die Unternehmensbereiche Risikomanagement, Asset Management, Aktuariat, Produktmanagement und Finanzmanagement bestimmen den ALM-Prozess, der vom Group Chief Financial & Risk Officer umfassend gesteuert und vom Anlage- und Risikoausschuss des Verwaltungsrats überwacht wird. Auf lokaler Ebene setzen die zuständigen Stellen die für den ganzen Konzern erarbeiteten Entscheidungen um.