Politik & Verbandsarbeit

Die Politik stellt wichtige Weichen für die Zukunft. Als führender Anbieter von umfassenden Vorsorge- und Finanzlösungen nimmt Swiss Life gesellschaftliche Verantwortung wahr und engagiert sich aktiv im politischen und öffentlichen Dialog.

Politische und regulatorische Entscheide beeinflussen das Tätigkeitsfeld von Swiss Life massgeblich. So haben gesetzliche Grundlagen und deren Konkretisierung in Form von Verordnungen beispielsweise direkte Auswirkungen auf die Produktgestaltung, die Prozesse oder die Art und Weise der Berichterstattung an Aktionäre, Aufsichtsbehörden und die Öffentlichkeit.

Für Swiss Life ist es deshalb von grosser Bedeutung, die Themen zu kennen, die in politischen Gremien diskutiert werden. Es geht zum einen darum, die Meinungen, Erwartungen und Vorstellungen der politischen Interessenvertreter besser zu verstehen. Zum anderen ist es wichtig, abschätzen zu können, welche Auswirkungen die Einführung oder Anpassung rechtlicher Grundlagen auf die Geschäftstätigkeit von Swiss Life haben könnten. Swiss Life setzt sich in allen Kernmärkten für einen wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstandort und eine angemessene Regulierungsdichte ein.

Swiss Life steht auf verschiedenen Ebenen in direktem Kontakt mit Vertretern politischer Gremien und Organisationen sowie Aufsichtsbehörden. In allen Kernmärkten wird die politische Arbeit und Kommunikation eng mit Branchenverbänden koordiniert. Mitunter engagieren sich verschiedene Exponenten aus der Unternehmensführung in den landesspezifischen Branchenverbänden: So arbeitet beispielsweise Patrick Frost, Group CEO von Swiss Life, im Vorstand des nationalen Wirtschaftsdachverbands economiesuisse mit und Ivo Furrer, CEO von Swiss Life Schweiz, engagiert sich im Vorstand und im Vorstandsausschuss des Schweizerischen Versicherungsverbandes (SVV).

Auch in Frankreich und Deutschland pflegt Swiss Life die Beziehungen zur Politik und zu den Branchenverbänden und nimmt ihre sozialpolitische Verantwortung wahr. Swiss Life Deutschland ist in allen wichtigen Ausschüssen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) vertreten und in regelmässigem Austausch mit dem Bundesverband der Versicherungskaufleute (BVK) sowie dem Verband unabhängiger Finanzdienstleistungs-Unternehmen in Europa (Votum).

Charles Relecom, CEO von Swiss Life Frankreich, ist Vorstandsmitglied des französischen Versicherungsverbandes (FFSA), Nils Frowein, CEO von Swiss Life International, ist Mitglied des Vorstands der Handelskammer Deutschland und weitere Swiss Life-Vertreter sind Mitglieder in den relevanten Ausschüssen.

Darüber hinaus pflegt Swiss Life auf regionaler und nationaler Ebene direkten Kontakt mit Parlamentarierinnen und Parlamentariern. Im Umgang mit den Politikern gelten die Regeln des Code of Conduct der Swiss Life-Gruppe, die in der internen Weisung «Verhaltensregeln» konkretisiert werden. Darin ist beispielsweise für den Heimmarkt Schweiz festgehalten, dass Spenden an politische Parteien nicht an Gegenleistungen geknüpft werden dürfen.

In der Schweiz werden bürgerliche Parteien und einzelne Politiker insbesondere in ihrem Wahlkampf finanziell unterstützt. Im Berichtsjahr belief sich der Gesamtbetrag der Unterstützung auf gut CHF 400 000. In Deutschland und Frankreich findet keine Unterstützung durch Spenden statt.

Swiss Life bekennt sich in der Schweiz zum Milizprinzip und ist bestrebt, bei ihren Mitarbeitenden die Ausübung von öffentlichen und politischen Mandaten zu fördern. Als Unternehmen, das im Sozialversicherungsbereich tätig ist, hat Swiss Life Interesse an einer gut funktionierenden integrativen Gesellschaft. Im Juni 2015 schloss sich Swiss Life deshalb einer Initiative von economiesuisse und des Schweizerischen Arbeitgeberverbandes an, die zum Ziel hat, das Milizsystem zu stärken.

Die Organisationseinheit Public Affairs ist verantwortlich für das Monitoring der politischen Herausforderungen. Viermal jährlich trifft sich zudem der Steuerungsausschuss Politische Kommunikation. Dieses interne Gremium wird vom Group CEO geleitet und setzt die thematischen Schwerpunkte.

Sensibilisierung der jungen Generation für die Vorsorge

2014 empfing Swiss Life verschiedene Studenten-Delegationen am Hauptsitz in Zürich zum Austausch über Vorsorgethemen. Zu Besuch waren insgesamt rund 100 Studierende aus Ulm, Stuttgart und St. Gallen. Die Teilnehmenden aus Ulm beschäftigten sich mit der Anlagethematik und den Herausforderungen im aktuellen Tiefzinsumfeld. Die Studenten aus Stuttgart erhielten einen Einblick in das Schweizerische Vorsorgesystem und die Rolle der Lebensversicherungen. Im Sommer fand zudem der schon fast traditionelle Austausch mit den Organisatoren des St. Galler Symposiums statt. Die Studenten-Delegationen verfolgten die Referate der Swiss Life Experten jeweils mit grossem Interesse und gewannen so einen Einblick in die aktuellen, versicherungsrelevanten Themenfelder. Für Swiss Life bieten diese Treffen die Gelegenheit, den Puls der jungen Generation zu fühlen und zu erfahren, welche Themen sie zurzeit besonders beschäftigen.

Expertenaustausch über die Grenzen hinweg

Den Versicherungsgesellschaften kommt weltweit eine wichtige gesellschaftliche Bedeutung zu. Der Dialog mit Branchenexperten auch ausserhalb der Schweiz führt zu wertvollen Knowhow-Transfers. Zu diesem Zweck empfing Swiss Life im Mai 2014 eine Delegation des estnischen Versicherungsverbandes. Die rund 30 Teilnehmenden erhielten durch Referate von Swiss Life Experten detaillierte Einblicke in die Besonderheiten des Schweizer Vorsorgesystems, den hiesigen Markt für private Lebensversicherungen sowie das Bilanzstrukturmanagement. Während dem Mittagessen bot sich die Gelegenheit für angeregte Diskussionen zu den Gemeinsamkeiten und Unterschieden der Versicherungsbranche in der Schweiz und Estland. Swiss Life schätzt diesen Austausch mit Experten über die eigenen Landesgrenzen hinweg, sorgt er doch für eine bereichernde Aussensicht sowie einen Perspektivenwechsel.