Sozialpartnerschaft

Der offene Austausch stärkt das Vertrauen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgeber

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Arbeitnehmerschaft und Konzernleitung pflegen einen engen Kontakt. Seit 1996 verfügt Swiss Life über einen Europäischen Betriebsrat (Art. 13 der Council Directive 94/45/EG des Europäischen Parlaments und Rates). Das neunköpfige Gremium «Europa Forum» mit Repräsentanten aus vier Ländern trifft sich regelmässig mit Vertretern der Konzernleitung in ordentlichen und ausserordentlichen Sitzungen. Das Gremium beschäftigt sich mit der transnationalen Information und Konsultation zu Themen, die alle Swiss Life-Mitarbeitenden betreffen.
 

Gruppenweite Initiative "Gesundheit"


Auch 2015 erfolgte unter anderem ein vertiefter Austausch im Zusammenhang mit dem Unternehmensprogramm «Swiss Life 2015». Die im Jahr 2014 lancierte gruppenweite Initiative «Gesundheit» wurde im Berichtsjahr erfolgreich abgeschlossen. In den vergangenen Jahren wurden in den Markteinheiten bereits zahlreiche Angebote geschaffen, die auf diesen Bereich abzielen. Die bestehenden Angebote wurden durch die Initiative geprüft, konsolidiert und erweitert. Federführend in der Umsetzung waren
die paritätisch geführten Arbeitsgruppen (Arbeitgebervertreter von Swiss Life und Vertreter der lokalen Betriebsräte) in den Divisionen.

Das mit der Geschäftsleitung vereinbarte Mandat der Initiative „Gesundheit“ umfasst drei Punkte:

  • Erfahrungsaustausch (Best-Practice-Sharing)
  • Ausloten von Synergien zwischen den Markteinheiten
  • Förderung und Unterstützung im Themengebiet.
     

In der Projektorganisation sind Delegierte der Swiss Life-Gruppe und des Europa Forum paritätisch vertreten.

Die Aktivitäten zur Erhaltung der Gesundheit der Mitarbeitenden stützen sich auf drei Pfeiler:

Prävention und Gesundheitsförderung

  • Prävention 

 

Gesundheitserhaltung, Minimierung von Risiken, Ressourcen aktivieren → führt zu gesunder Anwesenheit

  • Frühe Intervention 

 

Verhinderung von Erwerbsunfähigkeit

  • Reintegration

 

Ziel der Initiative „Gesundheit“ ist es, die bestehenden Angebote zu prüfen, zu konsolidieren und zu erweitern. Federführend in der Umsetzung sind die paritätisch geführten Arbeitsgruppen (Arbeitgeber-Vertreter von Swiss Life und Vertreter der lokalen Betriebsräte) in den Markteinheiten.

Der für das Jahr 2015 geplante Roll-out sieht vor, ein neues Online-Angebot unter dem Motto „Gesundheit & Wohlbefinden“ zusammen mit den bereits verfügbaren Angeboten im Intranet allen Mitarbeitenden zur Verfügung zu stellen. Die Themenpalette der neuen Online-Plattform „Gesundheit & Wohlbefinden“ gliedert sich in drei Gruppen:

  • Sinnhaftigkeit
  • Umgang mit Stress
  • Umgang mit anderen (Vorgesetzte, Kollegen)


Mitarbeitende erhalten zeit- und ortsunabhängig Zugang zu Lernsequenzen. Dabei können sie aus einem reichen Fundus an Kurzvideos, Checklisten und Lernprogrammen auswählen und kombinieren.

In der Schweiz werden die Interessen der in der Schweiz beschäftigten Mitarbeitenden der
Swiss Life Holding und von deren Tochtergesellschaften durch die Personalkommission vertreten. Die Personalkommission fördert mit ihrer Arbeit das gegenseitige Vertrauen und gute Einvernehmen zwischen der Geschäftsleitung oder Konzernleitung und den Mitarbeitenden. Sie hat ein Anrecht auf frühzeitige, situationsgerechte Information durch die geschäftsleitenden Gremien und untersteht der Schweige- und der Treuepflicht. Die Personalkommission besteht aus neun Mitgliedern, die jeweils für eine Amtsdauer von vier Jahren gewählt werden. Im Herbst 2015 fanden Neuwahlen der Vertreter der Personalkommission statt.
 

In Deutschland war es aufgrund der neuen Vertriebsstruktur im Intermediärvertrieb erforderlich, den Betriebsrat des Aussendiensts neu aufzustellen. Mit dieser Neuaufstellung verbunden war eine Vereinfachung der Struktur. Anstelle von fünf einzelnen Betriebsratsgremien für die bisherigen fünf Organisationsbüros gibt es nunmehr ein Betriebsratsgremium für den gesamten Aussendienst, bestehend aus sieben Mitgliedern.

Der Betriebsrat hat im Jahr 2015 erstmals am Deutschen Betriebsräte-Preis teilgenommen. In der Kategorie «Innovative Betriebsratsarbeit» wurden die Betriebsvereinbarung «Whistleblowing» und die Regelungsabrede «Talentpool» nominiert, für die Betriebsvereinbarung «Betriebliche Wiedereingliederung» erfolgte die Nominierung in der Kategorie «Gute Arbeit».

Der im Jahr 2013 mit den Betriebsratsgremien durch Interessenausgleich und Sozialplan vereinbarte und durch ein Freiwilligenprogramm unterstützte Abbau von rund 200 Stellen an den Standorten München, Hannover, Bremen, Hamburg und Köln wurde bis zum 31. Dezember 2015 realisiert.
 

In Frankreich wurde die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den Sozialpartnern in der Berichtsperiode weiter intensiviert. Verhandlungen und Vereinbarungen werden laufend auf der Grundlage einer «good partnership» geführt und geschlossen.
2015 wurden insgesamt neun Verhandlungen zu folgenden Themen durchgeführt (im Schnitt fünf Sitzungen pro Verhandlungsthema):

  • Ein Abkommen über das Gewerkschaftsrecht, das die den Gewerkschaftsvertretern sowie dem Betriebsrat und dem Ausschuss für Gesundheitsschutz und Sicherheit gewährten Stunden für die Ausübung ihres Amts festlegt, steht vor der Unterzeichnung (von den Gewerkschaften bereits unterschrieben).

  • Ein Abkommen über eine vorausschauende Beschäftigungs- und Qualifikationspolitik (in Frankreich obligatorisch) steht vor der Unterzeichnung.

  • Ein Betriebsabkommen über psychosoziale Risiken steht vor der Unterzeichnung.

  • Jährliche obligatorische Gehaltsverhandlungen: Zwei Abkommen für kaufmännische Angestellteund Inspektoren und ein Abkommen für Verwaltungsangestellte stehen vor der Unterzeichnung.

  • Ein Abkommen über die Gleichstellung am Arbeitsplatz wurde von sämtlichen Gewerkschaftsorganisationen unterzeichnet.

  • Abkommen über die Übertragung von Ruhetagen (unterzeichnet).

  • Abkommen über die Krankenversicherung für Mitarbeitende (unterzeichnet).

  • Abkommen über die Stundenpauschalen einschliesslich des Rechts auf «Nichterreichbarsein» während der Ruhezeit.