Ein Leben für die Familie

Produktionsjahr: 2018

Für Maria Clemente bedeutet ihre Familie alles. Als das Schicksal bei ihrem Mann zuschlägt, stellt sie ihre eigenen Bedürfnisse hinten an. Dennoch beklagt sie sich nicht. Vielmehr macht es sie glücklich, dass sie so ihrem Mann und ihren Kindern Selbstbestimmung ermöglichen kann. 2001 änderte sich für Maria Clemente und ihre Familie alles. Ihr Mann Vincenzo erkrankt schwer. Für die Schweizerin beginnt ein Leben zwischen Spital, Kundenbetreuung und Arbeit. Selbstlos nimmt sie ihr Schicksal an, steckt ihre eigenen Bedürfnisse zurück. «Wenn jemand in der Familie erkrankt, kann man nicht einfach abhauen und sagen, ich lebe jetzt mein eigenes Leben», sagt sie. Für sie stehe die Familie immer an erster Stelle. Das sieht auch ihre Tochter Letizia so. Ihre Mutter habe mit ihrer Aufopferung dafür gesorgt, dass sowohl wie auch die Kinder ein selbstbestimmtes Leben führen können. «Sie tat alles dafür, damit sie meinen Vater pflegen und uns Kinder grossziehen konnte. Zu sich selbst schaut sie aber leider viel zu wenig.» Der grösste Wunsch, so sagt Maria Clemente, sei es, dass es ihre Kinder einmal besser haben als sie. «Was ich tue, tue ich aus vollem Herzen. Ich will kein Lob für das.»