Finanzielle Selbstbestimmung beschreibt das Gefühl, frei, informiert und eigenverantwortlich über das eigene Geld entscheiden zu können. Das Selbstbestimmungsbarometer 2025 zeigt für die Schweiz einen leichten Rückgang.
Wachsende Sorgen um die eigene finanzielle Situation
In der Schweiz geben 45% an, sich finanziell selbstbestimmt zu fühlen. Das sind zwei Prozentpunkte weniger als noch im Vorjahr. Hauptgründe für eine gesunkene finanzielle Selbstbestimmung sind steigende Lebenshaltungskosten, stagnierende Einkommen und als unzureichend empfundene Renten. 24% der Befragten machen sich grosse Sorgen um ihre finanzielle Lage. Besonders wichtig ist für Schweizerinnen und Schweizer, regelmässig Geld zurücklegen zu können (36%) und die eigenen Ausgaben im Griff zu haben (34%). Beide Aspekte sind gegenüber dem Vorjahr noch wichtiger geworden (+6 bzw. +3 Prozentpunkte).
Wenig Vertrauen in die Altersvorsorge
Nur gut ein Viertel der Befragten vertraut darauf, dass ihre private, berufliche und staatliche Vorsorge ihnen ein finanziell selbstbestimmtes Leben im Alter erlauben wird. In der Deutschschweiz ist das Vertrauen in die Altersvorsorge dabei deutlich höher (29%) als in der Westschweiz (18%). Besonders skeptisch sind die 18- bis 29-Jährigen: in dieser Altersgruppe vertrauen lediglich 23% auf die private, berufliche und staatliche Altersvorsorge. Trotz dieser Skepsis übernehmen nur wenige Eigenverantwortung: Weniger als die Hälfte der Befragten fühlen sich selbst für den Erfolg oder Misserfolg ihrer Vorsorge verantwortlich. Deutlich ist auch hier der Unterschied zwischen den Sprachregionen: In der Deutschschweiz sehen sich 46% in der Verantwortung, in der Westschweiz jedoch nur 29%.
Vorsorgeplanung bleibt ausbaufähig
Nur 27% der Befragten fühlen sich finanziell gut auf den Ruhestand vorbereitet. Besonders niedrig ist dieser Wert bei Frauen (23%) und bei Teilzeitbeschäftigten (19%). Ein Viertel der Befragten gibt ausserdem an, zu spät mit der Altersvorsorge begonnen zu haben. 27% wünschen sich mehr Wissen über Finanz- und Vorsorgethemen.
Finanzielle Zuversicht erholt sich allmählich
Trotz wachsender Sorgen sieht die Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer der mittelfristigen Zukunft zuversichtlich entgegen: 56% erwarten, dass sich ihre finanzielle Situation in zehn Jahren positiv entwickelt. Damit hat sich die finanzielle Zuversicht nach einem deutlichen Taucher im Vorjahr etwas erholt. Bei Pensionierten hingegen ist die Zuversicht deutlich geringer (32%). Auffällig sind auch die Unterschiede zwischen Stadt und Land: In der Stadt sind 61% finanziell zuversichtlich, in Agglomerationen sind es 54% und auf dem Land 53%.
Swiss Life-Selbstbestimmungsbarometer
Swiss Life unterstützt Menschen dabei, ihr Leben finanziell selbstbestimmt zu gestalten. In diesem Zusammenhang hat das Unternehmen 2019 das Swiss Life-Selbstbestimmungsbarometer lanciert. Dieses geht der Frage nach, wie finanziell selbstbestimmt die Menschen sich fühlen, welche Faktoren dafür relevant sind und wie sie ihre Selbstbestimmung in Zukunft erwarten. Für das Selbstbestimmungsbarometer 2025 hat Swiss Life gemeinsam mit dem Marktforschungsunternehmen Bilendi in der Schweiz im Zeitraum vom 8. bis zum 15. Juli 2025 1000 Personen im Alter von 18 bis 79 Jahren online zum Thema befragt. Das Swiss Life-Selbstbestimmungsbarometer wird neben der Schweiz auch in Frankreich, Deutschland, Österreich, Tschechien und der Slowakei mit repräsentativen Umfragen erhoben.
Weitere Beiträge und Studien von Swiss Life zu einem finanziell selbstbestimmten Leben
Swiss Life unterstützt Menschen dabei, ihr Leben finanziell selbstbestimmt zu gestalten und präsentiert zu dem Thema regelmässig Interviews mit Experten, inspirierende Beiträge und repräsentative Umfragen. Sämtliche Beiträge und Studien finden Sie auf unserem Blog.